Volksbank Krefeld reagiert auf verändertes Kundenverhalten

Servicestellen Born, Leuth und Tönisberg werden in SB-Filialen umgewandelt

Krefeld, 25. September 2017

Krefeld. Höhere Erwartungen und verändertes Verhalten von Kundenseite, mehr Wettbewerb und mehr Bürokratie bei gleichzeitig rückläufigen Erträgen aus dem zinsabhängigen Geschäft durch die anhaltende Niedrigzinsphase: Die aktuelle Lage in der Finanzbranche stellt vor allem Banken mit einem dichten Filialnetz vor Herausforderungen. Die Volksbank Krefeld (350 Beschäftigte und 21 Zweigstellen) hat sich vor diesem Hintergrund mit der Zukunft ihres genossenschaftlichen Bankmodells beschäftigt. Ergebnis: Die Volksbank Krefeld wird die drei kleineren Servicefilialen Born, Leuth und Tönisberg in SB-Filialen umwandeln sowie die persönliche Beratung und Betreuung zum 1. Dezember 2017 auf benachbarte größere Beratungszentren in Brüggen, Kaldenkirchen und Hüls übertragen. Das Institut setzt damit weiter auf die räumliche Nähe zu seinen Kunden. Sie wird die Geschäftsstellenstruktur jedoch, wie Vorstandsvorsitzender Klaus Geurden betont, „maßvoll“ den veränderten Bedingungen anpassen und so ihren genossenschaftlichen Förderauftrag weiterhin voll und ganz erfüllen.

Die Volksbank bestätigt in diesem Zusammenhang, dass alle Mitarbeiter weiterbeschäftigt werden und den Mitgliedern und Kunden als vertraute Ansprechpartner erhalten bleiben. Auch die frühe Bekanntgabe des Umwandlungstermins geschah aus gutem Grund. Klaus Geurden: „Wir wollen unsere Mitglieder und Kunden nicht über Nacht vor vollendete Tatsachen stellen, sondern ihnen genügend Zeit einräumen, sich auf die neue Situation einzustellen.“ Die regelmäßigen Besucher der drei Filialen seien deswegen vorab schriftlich informiert worden.

„Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen. Wir reagieren mit ihr auf die gewaltigen Veränderungen im Bankgeschäft. Wir können dadurch Fixkosten senken und spürbare Einsparungen im Sachkostenbereich erreichen. Wir können so auch in Zukunft genossenschaftliche Finanzdienstleistungen für unsere Mitglieder und Kunden zu fairen Konditionen anbieten. Damit sichern wir außerdem die Arbeitsplätze unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Personalkosten werden durch die Umwandlung der drei Servicestellen nicht eingespart“, erklärt Klaus Geurden. Mit Blick darauf, dass die aufnehmenden Filialen Brüggen, Hüls und Kaldenkirchen nur wenige Kilometer entfernt liegen, bleibe auch die Beratungsqualität auf hohem Niveau erhalten.

Vor diesem Hintergrund zeigt sich der Vorstandsvorsitzende davon überzeugt, die richtige Entscheidung für das Gesamtinstitut getroffen zu haben: „Der Trend zum Online-Banking und zur Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit hat dazu geführt, dass immer mehr Kunden ihre Standard-Bankgeschäfte von zu Hause oder am Automaten erledigen und diese drei Servicestellen immer weniger frequentiert worden sind.“ Gleichzeitig spürt die Volksbank einen weiter steigenden Bedarf nach qualifizierten Bankdienstleistungen.

Die Volksbank Krefeld sieht in den getroffenen Entscheidungen einen fairen Kompromiss zwischen den Wünschen und Erwartungen ihrer Kunden und den eigenen betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten. Klaus Geurden: „Die Volksbank Krefeld ist ihrem genossenschaftlichen Förderauftrag verpflichtet: Wir organisieren Finanzdienstleistungen in guter Qualität und zu fairen Konditionen bei uns in der Region. Vorstand und Aufsichtsrat haben die Aufgabe sicherzustellen, dass dies wirtschaftlich nachhaltig und damit langfristig erfolgen kann.“ Es bleibe Aufgabe der Geschäftsführung, Entwicklungen, die die Zukunftsfähigkeit unserer Genossenschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen: „Wir müssen die sich daraus ergebenen Chancen und Gefährdungen analysieren sowie Ideen und Konzepte entwickeln, wie wir gemeinsam diesen Herausforderungen begegnen können.“