Genossenschaftliche Beratung hat sich bewährt

Krefeld, 25.02.2016

Volksbank Krefeld blickt auf erfolgreiches Geschäftsjahr 2015/Wertpapieranlagen als Antwort auf Niedrigzins/Kreditgeschäft deutlich im Plus/erfolgreicher Start ins Private Banking

Krefeld. „Die genossenschaftliche Beratung der Volksbank Krefeld hat sich bewährt“, stellte Klaus Geurden, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Krefeld, am 25.2.2016 bei der Präsentation der erneut positiven Geschäftszahlen 2015 heraus. „In der aktuellen Niedrigzinsphase sind Geldanlagen in Wertpapiere und Immobilieninvestitionen eine sinnvolle Strategie, um Sparziele zu erreichen.“ Hierbei sei jedoch eine besonders intensive Beratung erforderlich, um Fehlinvestitionen zu vermeiden. Bei den Wertpapieren und Fonds in den Kundendepots habe es eine Steigerung um 48 Mio. € beziehungsweise 9,7 Prozent auf 542 Mio. € gegeben. Darüber hinaus habe die Volksbank Krefeld 2015 ihren Kunden 568-mal die Finanzierung privat genutzten Wohnraums ermöglicht. Das seien 65 Häuser beziehungsweise Eigentumswohnungen mehr als im Vorjahr. Das dazugehörende Volumen stieg um 17 Prozent auf fast 125 Millionen Euro. „Wir sind froh, dass viele unserer Kunden ihren Vermögensanlagen Wertpapiere und Fonds beimischen. Gemeinsam mit der Investition in die eigenen vier Wände ist dies sicher eine Strategie, um die Verluste durch den Niedrigzins auszugleichen und vorzusorgen.“


Die konsequente Umsetzung der genossenschaftlichen Beratung habe 2015 insgesamt für die Volksbank Krefeld zu einem erfolgreichen Geschäftsjahr werden lassen. So sei das Gesamtkundenvolumen um 146 Millionen Euro auf 3,581 Milliarden Euro gestiegen. Diese Zahl gibt zum einen wieder, wie hoch das Vermögen ist, das die Menschen in der Region ihrem Genossenschaftsinstitut anvertrauen. Sie addiert zudem die Investitionsmittel hinzu, die der heimische Mittelstand und die Häuslebauer, aber auch – mit sehr großem Abstand – die Verbraucher für Konsumanschaffungen in Anspruch genommen haben. Die Bilanzsumme sei um rund ein Prozent auf 1,615 Milliarden Euro gewachsen.


Deutlich zugenommen habe das Kreditgeschäft der Volksbank Krefeld. Hier waren zum Stichtag 31. Dezember 2015 an Mitglieder und Kunden rund 957 Millionen Euro ausgeliehen, nach 893 Millionen Euro im Vorjahr. Zusammen mit den in die genossenschaftliche Finanzgruppe vermittelten Finanzierungen beträgt das Gesamtkreditvolumen 1,525 Milliarden Euro. Das sind 77 Millionen Euro oder 5,3 Prozent mehr bereitgestellte Investitionsmittel für die heimische Wirtschaft sowie für Mitglieder und Kunden als noch 2014. „All diese Mittel leisten einen Beitrag zur Fort- und Weiterentwicklung unserer heimischen Wirtschaft. Damit erfüllen wir unseren Förderauftrag so, wie unsere Mitglieder es wünschen: nachhaltig und erfolgreich“, stellte Geurden heraus.


Die Mittel, die die Volksbank ausleiht kommen aus der Region. „Mit ihren Einlagen in der Volksbank leisten unsere mehr als 95.000 Kunden ihren Beitrag für die Finanzierung der örtlichen Wirtschaft“, betonte Geurden. So funktioniere der regionale Geldkreislauf. Im vergangenen Jahr waren es 1,259 Milliarden Euro und damit zwölf Millionen Euro mehr als noch in 2014. Inklusive der Einlagen, die über die Volksbank Krefeld in die Unternehmen der genossenschaftlichen FinanzGruppe geflossen sind, seien dies sogar  2,056 Milliarden Euro und ein Plus von 3,5 Prozent.“ „Es macht uns in der Volksbank stolz, dass die Menschen in Krefeld, Tönisvorst, Nettetal, Kempen, Brüggen und Meerbusch ihrer Volksbank ihr Geld anvertrauen“, so Geurden

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Logische Konsequenz sei die weitere Zunahme der Zahl der Mitglieder der Genossenschaftsbank. 1.680 Teilhaber wurden im vergangenen Jahr gewonnen, auf 40.788 Mitglieder stieg ihre Zahl zur Jahreswende. „Jedes Mitglied unserer Genossenschaft ist ein Bürger unseres Geschäftsgebietes, der mit seiner Mitgliedschaft deutlich macht, dass er aktiv Verantwortung für unsere Region übernehmen möchte. Ganz im Sinne der genossenschaftlichen Selbsthilfe und Solidarität“, so der Vorstandsvorsitzende.
Insgesamt belegen die Zahlen, dass die Volksbank Krefeld ihre Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedern und Kunden noch intensiver gelebt hat als schon in dem sehr guten Geschäftsjahr 2014. Und das alles trotz schwieriger Rahmenbedingungen.
„Wir in der Volksbank Krefeld erleben derzeit einen völlig ungerechtfertigten bürokratischen Druck, der uns gewaltig fordert. Mittlerweile sind 5 Mitarbeiter ausschließlich mit der Umsetzung regulatorischer und  gesetzlicher Vorgaben beschäftigt. Kleine, nicht das Gesamtsystem gefährdende Genossenschaftsbanken tragen überflüssige Lasten“, stellte Geurden deutlich heraus.


Dass die Volksbank Krefeld mit einem Betriebsergebnis von 1,06 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme dennoch ein auskömmliches Ergebnis erzielt habe, sei dem Kostenbewusstsein, dem besonderen Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der tiefen Verwurzelung in der Region zu verdanken. Der Jahresüberschuss sei zudem noch einmal um 2,5 Prozent gewachsen – und das, obwohl erneut die Vorsorgereserven um weitere 6,5 Millionen Euro erhöht worden seien. „Unsere 351 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter 36 Auszubildende, haben ganze Arbeit geleistet. Sie haben mit viel Herz, Sachkunde und Verantwortung ihre Kunden und Mitglieder betreut. Dafür danke ich unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausdrücklich.“


Geurden stellte aber auch die gesamtgesellschaftliche Verantwortung der Genossenschaft heraus: „Für uns heißt Verantwortung für die Region auch, dass wir hier in der Region Steuern zahlen. 4,6 Millionen Euro waren es 2015.“

Hinzu käme das Engagement der Bank in Form von Spenden und Sponsoring. Allein im vergangenen Jahr seien 499 Vereinen und anderen bürgerschaftlichen Initiativen und Projekten rund 388.000 Euro zugeflossen.

Im Zentrum des Wirkens für die Region stünde aber  weiterhin der genossenschaftliche Förderauftrag. Daran werde sich die Volksbank Krefeld auch weiterhin messen lassen.  So lebe die Genossenschaftsbank Transparenz, Eigenverantwortung, Solidarität und Demokratie. Staat und Gesellschaft profitieren von solchen Unternehmen. „Es wäre schön, wenn dies gerade der europäische Gesetzgeber und die Bankenaufsichtsbehörden berücksichtigen würden“, forderte Geurden.


Besondere Sorge bereitet Geurden die Europäisierung der EU-Einlagensicherung. Unter dem Stichwort „Schutz der Verbraucher“ sei eine europaweite Vergemeinschaftung der nationalen Sicherungssysteme geplant.


Die EU-Einlagensicherung sei darauf ausgerichtet, Sparer im Krisenfall zu entschädigen. Die genossenschaftliche Sicherung wirke hingegen präventiv, so dass der Ernstfall gar nicht erst eintrete. Das sei sicherer für die Kunden und billiger für den Steuerzahler. „Im Ergebnis sollen wir für etwas aufkommen und Beiträge entrichten, dass unsere Mitglieder und Kunden nicht schützt“, kritisierte Geurden.


Die europaweite Haftung für Bankeinlagen erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass einzelne Banken mit hohen Zinsen aggressiv Kundengelder einwerben und diese für riskante Geschäfte einsetzen. Im Kern würden riskante Geschäftsmodelle durch die Banken, die solide Geschäftsmodelle verfolgen, abgesichert. „Das bedeutet Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten der soliden Mittelstandsfinanzierer, ein Mehr an Kosten und ein Weniger an  Finanzmarktstabilität“, verdeutlichte der Bankvorstand.

Vorstand Volksbank Krefeld
v.l.n.r. Wilhelm Struck, Stefan Rinsch, Klaus Geurden (Vorstandsvorsitzender) und Christoph Gommans

Pressekontakt

Christian Davids - Abteilungsleiter Marketing