Flexibel und besser bleiben

Krefeld, 15.09.2015

Mitgliederversammlung der Volksbank Krefeld

Es läuft gut in der Volksbank Krefeld. Das machte Vorstandsvorsitzender Klaus Geurden in der Mitgliederversammlung am Dienstag deutlich. Vor über 1.000 Zuhörern dankte er dafür im Seidenweberhaus allen Mitarbeitern sowie den Teilhabern des Genossenschaftsinstituts: „Wir haben ordentlich gewirtschaftet.“ Auf die Entwicklung der Bank und damit auf die Bilanz dürften alle stolz sein. Es sei aber klar, dass in Zeiten niedriger Zinsen und steigender bürokratischer Anforderungen mehr Geschäft nicht automatisch mehr Gewinn bedeute. Umso wichtiger sei es, dass die Volksbank flexibel und besser bleibe. Weitere Marktanteile zu gewinnen, das sei das Ziel.

Die neue Hauptstelle sei ein sichtbares Zeichen dafür, im Wandel Chancen zu sehen und diese vernünftig zu nutzen, sagte der Vorstandsvorsitzende weiter: „In diesen Zeiten, in denen große Finanzkonzerne in erster Linie verkaufen wollen, wollen wir unsere Idee eines regionalen und bodenständigen, eines verlässlichen und menschennahen Bankings weiter ausbauen!“ Die Volksbank wolle mehr Genossenschaftsbanking in Krefeld und Umgebung.

Aktuell 313 Mitarbeiter sowie 34 Auszubildende lebten jeden Tag aufs Neue diese Idee, so Geurden: „Und zwar mit Begeisterung. Sie achten sehr auf Qualität und auf unsere Werte! Sie vertreten offensiv unsere genossenschaftliche Beratung und unsere regionale Orientierung, pflegen unseren persönlichen Draht zu unseren Mitgliedern und Kunden.“

Den Erfolg dieses Einsatzes und die Bedeutung der Volksbank als Motor des regionalen Wirtschaftskreislaufs belegen die Wirtschaftszahlen 2014. Das Gesamtkundenvolumen stieg um rund 100 Millionen auf 3,43 Milliarden Euro (drei Prozent). Die Bilanzsumme legte um ein Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zu. Die Bank zahlte 4,9 Millionen Euro an Steuern, und zwar vor allem an die Kommunen.

„Der Verlauf in diesem Jahr zeigt: Das könnte noch einmal ähnlich positiv verlaufen. Zum Beispiel dann, wenn die Aktienmärkte sich wieder beruhigen“, meinte der Vorstandsvorsitzende: „Aber auch so haben wir bei den Geschäften mit Ihnen in dieser Jahreshälfte zugelegt: Ihre Einlagen sind weiter gewachsen, bei der Kreditvergabe sind wir im Plus.“

Geurden unterstrich die Lösungskompetenz der Volksbank in dieser Zeit des Wandels: „Gemeint sind damit unsere Fähigkeiten, als Genossenschaftsbanker mehr für unsere Mitglieder und Kunden zu tun, als es andere Finanzdienstleister können.“ Das sei eine schwere Aufgabe unter den bekannten Rahmenbedingungen: politisch gewollter Niedrigzins sowie Mehraufwand in der Dokumentation und bei der Kontrolle von Kundenaktivitäten. „Natürlich ärgern wir uns, wenn von uns die Europäische Union mitunter Unverständliches verlangt wie einen hohen finanziellen Beitrag zum europäischen Bankenabwicklungsfonds – bei gleichzeitiger Nichtberücksichtigung als Betriebsausgabe.“

Aber Politik und Aufsicht machten auch richtige Dinge: „Sie verlangen zum Beispiel erhöhtes Eigenkapital von uns Banken. Wir finden das auch grundsätzlich richtig. Mehr Eigenkapital muss aber auch erwirtschaftet werden. Und da wirkt Kostentreiberei durch Anforderungen, die keinen Unterschied machen zwischen Finanzkonzern und Regionalbank, nun mal kontraproduktiv.“ Die Volksbank setze trotzdem auf mehr Transparenz und Teilhabe: „Das sind für uns zukunftsweisende, weil demokratische Wege. So geht für uns: Genossenschaft. So gehen für uns: Lösungen im Wandel.“

Den Fachvortrag der Mitgliederversammlung gestaltete Dr. med. Michael Spitzbart. Der prominente Gesundheitsexperte sprach über das Thema „Begeisterung statt Burnout“. Sein Spezialgebiet: Stressbewältigung im Management.

Zum Abschluss überreichte die Volksbank eine Spende von jeweils 5.000 Euro an den Deutschen Kinderschutzbund Krefeld sowie den Verein baseL-Nettetal. Sie setzte damit konsequent ihr Engagement auf diesem Feld fort: Allein im vergangenen Jahr hat das Genossenschaftsinstitut 492 Vereine und andere bürgerschaftliche Initiativen und Projekte unterstützt. Dabei sind rund 375.000 Euro über Spenden und Sponsoring geflossen: für Jugendarbeit, Kultur- und Brauchtumspflege sowie für soziales Engagement.

Pressekontakt

Christian Davids - Abteilungsleiter Marketing