In Veränderungen sehen wir vor allem Chancen

Krefeld, 24.02.2015

Volksbank Krefeld wächst weiter/Gesamtkundenvolumen jetzt bei 3,43 Milliarden Euro/Bilanzsumme steigt auf 1,6 Milliarden Euro/Kreditgeschäft deutlich im Plus

Krefeld. „In Veränderungen sehen wir vor allem Chancen“, sagte Klaus Geurden, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Krefeld, am Dienstag bei der Präsentation der erneut positiven Geschäftszahlen 2014. In der neuen Hauptstelle der Kreditgenossenschaft gab er zugleich den Leitgedanken für das laufende Jahr vor: „In diesen Zeiten, in denen große Finanzkonzerne in erster Linie verkaufen wollen, wollen wir unsere Idee eines regionalen und bodenständigen, eines verlässlichen und menschennahen Bankings ausbauen.“ Die aktuelle Entwicklung der Volksbank bestätigt diesen Kurs: Das Gesamtkundenvolumen stieg auf 3,43 Milliarden Euro, die Bilanzsumme legte auf 1,6 Milliarden Euro zu.


„Vor allem begeistert meine Vorstandskollegen und mich, dass unsere aktuell 313 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 34 Auszubildende jeden Tag aufs Neue diese genossenschaftliche Idee wirklich leben“, so Geurden weiter: „Sie achten sehr auf Qualität. Und sie achten auf unsere Werte! Sie vertreten offensiv unsere genossenschaftliche Beratung, unsere regionale Orientierung und unseren persönlichen Draht zu unseren Mitgliedern und Kunden. Ja, sie bewähren sich für die Menschen und für die Unternehmen jeden Tag aufs Neue als die aktiven Problemlöser in einer Zeit grundlegenden Wandels.“


Das Gesamtkundenvolumen bestätigt diese Analyse und weist ein Plus von 100 Millionen Euro auf 3,43 Milliarden Euro auf. Diese Zahl gibt zum einen wieder, wie hoch das Vermögen ist, das die Menschen in der Region ihrem Genossenschaftsinstitut anvertrauen. Sie addiert zudem die Investi-tionsmittel hinzu, die der heimische Mittelstand und die Häuslebauer, aber auch – mit sehr großem Abstand – die Verbraucher für Konsumanschaffungen in Anspruch genommen haben.


Wesentlicher Teil der Bilanz und zugleich erheblicher Beitrag zum regionalen Wirtschaftskreislauf ist die Aktivseite der Volksbank-Bilanz. Hier waren zum Stichtag 31. Dezember 2014 an Mitglieder und Kunden rund 893 Millionen Euro ausgeliehen. Inklusive der in die genossenschaftliche Fi-nanzgruppe vermittelten Finanzierungen beträgt das Gesamtkreditvolumen 1,45 Milliarden Euro. Das sind 59 Millionen Euro oder 4,2 Prozent mehr bereitgestellte Investitionsmittel für die heimische Wirtschaft sowie für die Mitglieder und Kunden, die Eigentum erworben oder saniert haben.


503 Häuser wurden finanziert. Das sind 41 Häuser, Wohnungen und Grundstücke mehr als im Vorjahr. Das dazugehörige Volumen stieg um 14,6 Prozent auf 107 Millionen Euro.


Die Mittel für diese Engagements vor Ort kommen von den 95.000 Kunden der Volksbank selbst: Im vergangenen Jahr waren es 1,25 Milliarden Euro und damit sechs Millionen Euro mehr als 2013, die die Sparer dem Genossenschaftsinstitut anvertraut haben. „Das ist trotz harten Wettbewerbs und historisch niedriger Zinsen ein Plus von 0,5 Prozent“, so Geurden: „Schauen wir uns das Gesamtvolumen der Einlagen unserer Mitglieder und Kunden an, dann sind wir sogar bei 1,98 Milliarden Euro und einem Plus von 1,9 Prozent.“


Vor allem Wertpapiere und Fonds in den Kundendepots haben sich positiv entwickelt (plus zwei beziehungsweise plus 9,7 Prozent): „Bei einem Gesamtbestand von 492 Millionen Euro sehe ich hier allerdings noch Luft nach oben“, meinte der Vorstandsvorsitzende. Langfristig seien börsennotierte Anlagen auf jeden Fall in jeder Vermögensstrukturierung notwendig.


Erfreulich hat sich auch ein Klassiker unter den Bankprodukten entwickelt: das Bausparen. Die Guthaben wuchsen hier um 5,3 Prozent auf 80 Millionen Euro. Die Bausparfinanzierungen legten um 16,7 Prozent auf 84 Millionen Euro zu.


„Wir haben unsere Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedern und Kunden hier in der Region noch intensiver gelebt als zuvor“, so Geurden: „Und 2014 war schon ein sehr gutes Jahr – was die Zuwächse in der Bilanz angeht. Wenn wir über Margen und Erträge reden, stehen wir auch hier vor einer Zeit des Wandels.“ Die Volksbank habe zwar ihr Betriebsergebnis auf Vorjahresniveau halten und den Jahresüberschuss noch einmal leicht verbessern können. Aber sie werde in Zukunft deutlich mehr Geschäft tätigen müssen, um erneut dort zu landen, wo sie es jetzt tue.


„In der Konsequenz heißt das: die eigenen Kosten weiter im Griff haben, Arbeitsprozesse beständig verbessern, die Kompetenz der Mitarbeiter weiter ausbauen“, machte der Vorstandsvorsitzende deutlich. Es heiße aber auch: „Märkte mit Potenzial noch intensiver bearbeiten, also besser sein als der Wettbewerber – nicht nur bei den Konditionen, sondern in erster Linie in Sachen Betreuungsqualität und Verlässlichkeit.“ Die Investition in die neue Hauptstelle stehe für diese strategische Ausrichtung der Volksbank.

Ihre Rücklagen hat die Kreditgenossenschaft noch einmal deutlich erhöht. Das Eigenkapital stieg auf 148 Millionen Eu-ro. Ihre Kosten hat sie im Griff, das Zinsergebnis ist leicht besser als erwartet ausgefallen. Das Bewertungsergebnis, in dem die Qualität der Kreditengagements darstellt wird, wurde erneut verbessert. „Wir erreichen wieder ein gutes Ergebnis von rund 18,35 Millionen Euro“, sagte Geurden: „Das entspricht 1,12 Prozent des durchschnittlichen Bilanzvolumens, aus dem wir erneut unser Eigenkapital stärken und unsere Mitglieder an unserem Erfolg teilhaben lassen.“ Der Vorstand werde dem Aufsichtsrat und der Vertreterversammlung wieder eine Dividende von sechs Prozent auf die Geschäftsguthaben vorschlagen.


Weiter auf Wachstumskurs ist die Kreditgenossenschaft auch bei der Zahl ihrer Mitglieder. 1.512 Teilhaber wurden im vergangenen Jahr gewonnen, auf 40.260 Mitglieder stieg ihre Zahl zur Jahreswende. „Damit erfüllen wir weiterhin unseren Grundsatz, dass jeder Kunde unserer Kreditgenossenschaft, der intensiv mit uns zusammenarbeitet, auch Miteigentümer unseres Gemeinschaftsunternehmens werden soll“, so der Vorstandsvorsitzende.


Im Sinne guter Nachbarschaft übernehme die Volksbank aber auch gesellschaftliche Verantwortung und zeige dies in ihrem Alltag und bei ihrer Arbeit: „So haben wir im vergangenen Jahr 4,9 Millionen Euro an Steuern gezahlt. Darüber freuen sich vor allem die Bürgermeister und Kämmerer in unserem Geschäftsgebiet“, machte Geurden deutlich: „Zudem haben wir 492 Vereinen und anderen bürgerschaftlichen Initiativen und Projekten rund 375.000 Euro in Form von Spenden und Sponsoring zukommen lassen.“ Jugendarbeit, Kultur- und Brauchtumspflege sowie soziales Engagement haben davon profitiert: „Eine Arbeit also, von der wir wissen, dass gerade in diesen Zeiten, in denen die öffentliche Hand immer weniger übrig hat, unser fördernder Einsatz nötig ist. Und letztlich ist ja gerade Hilfe zur Selbsthilfe ein zentraler Grundsatz der genossenschaftlichen Idee.

Der Vorstand

Vorstand Volksbank Krefeld
v.l.n.r.: Stefan Rinsch, Christoph Gommans, Klaus Geurden (Vorstandsvorsitzender), Wilhelm Struck

Pressekontakt

Christian Davids - Abteilungsleiter Marketing