Trotz niedriger Zinsen erfolgreiches Geschäftsjahr 2013

Krefeld, 28.04.2014

Vertreterversammlung der Volksbank Krefeld / Sechs Prozent Dividende / Vorstandsvorsitzender Geurden kritisiert EU-Pläne zum Bankenfonds und zur Mittelstandsfinanzierung

Trotz Niedrigzinsphase und steigender bürokratischer Anforderungen kann die Volksbank Krefeld mit ihren 21 Standorten im niederrheinischen Geschäftsgebiet auf ein erfolgreiches  Geschäftsjahr 2013 zurückblicken. Dies betonte der Vorstandsvorsitzende der Kreditgenossenschaft Klaus Geurden anlässlich der Vertreterversammlung am Montag, 28. April, in Krefeld. Allerdings habe die Bank mit ihren rund 95.000 Kunden und fast 40.000 Mitgliedern „mehr Geschäft machen“ müssen, um auch weiterhin gute Erträge zu erzielen. Das Gesamtkundenvolumen inklusive Verbundgeschäft stieg auf 3,3 Milliarden Euro (plus 3,8 Prozent), davon entfielen 1,9 Milliarden Euro auf Einlagen (plus 4,9 Prozent) und 1,4 Milliarden Euro (plus 2,3 Prozent) auf Kredite. Gleichzeitig verbesserte die Bank ihr Eigenkapital. „Damit werden wir unserer Aufgabe und unserer Verantwortung als Motor der regionalen Wirtschaft mehr als gerecht“, so Geurden.

Der Vorstandsvorsitzende kritisierte in diesem Zusammenhang die Pläne der Europäischen Union, das sogenannte „blaue Sparbuch“, ein öffentlich gefördertes EU-Sparkonto zur Mittelstandsfinanzierung, einzuführen.

Geurden: „Der deutsche Mittelstand ist nicht zuletzt durch die regionalen Kreditgenossenschaften gut mit Krediten versorgt.“ So hätten allein die Genossenschaftsbanken in Rheinland und Westfalen rund 30 Prozent ihrer Bilanzsumme als Kredite wieder an die Firmenkunden vergeben, 90 Prozent der Kundeneinlagen seien als Kredite an Unternehmen, Selbstständige und Privatkunden geflossen. „Blau-orange Banken statt blaues Sparbuch: Das wäre ein gutes Modell für Europa!“, betonte der Volksbankchef. Denn das in Eigenverantwortung organisierte deutsche genossenschaftliche Modell habe sich bewährt: „ Staatliche Subventionen im Kreditgeschäft führen nur zu Wettbewerbsverzerrungen und Fehlanreizen, mögliche staatliche Garantien für die Einlagen auf dem EU-Sparbuch zu neuen Risiken für die Steuerzahler.“

Laut Geurden sind das nicht die einzigen beunruhigenden Signale aus Brüssel: So sei damit zu rechnen, dass auch die soliden und nicht als systemrelevant eingestuften Genossenschaftsbanken, wie zum Beispiel auch die Volksbank Krefeld, künftig in den europäischen Bankenfonds einzahlen müssten, der die Abwicklung systemrelevanter Kreditinstitute finanzieren soll. Der Vorstandsvorsitzende stellte fest: „Deshalb ist es wichtig und richtig, dass wir, die Kreditgenossenschaften, ein neues Berechnungsmodell fordern, dass bei Einzahlung in den europäischen Bankenfonds das Risiko des Geschäftsmodells der jeweiligen Banken sowie ihre Systemrelevanz widerspiegelt.“.

Im Verlauf der Vertreterversammlung informierte der Vorstand über weitere wichtige Fakten der Unternehmensentwicklung. So sei das Betriebsergebnis der Volksbank Krefeld zwar aufgrund der niedrigen Zinsen von 18,7 Millionen Euro auf 18,4 Millionen Euro  gesunken, liege damit aber immer noch über dem Durchschnitt der deutschen Genossenschaftsbanken. Dies gelte auch für die Cost-Income-Ratio, die aufzeigt, wie viel Cent ein Unternehmen ausgeben muss, um einen Euro Ertrag zu erzielen. Hier hat die Volksbank Krefeld im letzten Jahr 62,80 Cent erreicht.

Die Bank habe gut gewirtschaftet, ihren Verwaltungsaufwand kontinuierlich gesenkt und einen Bilanzgewinn von 4,9 Millionen Euro erzielt. Aus diesem wird – wie in den Vorjahren – eine Dividende von sechs Prozent auf die Geschäftsguthaben der Anteilseigner gezahlt. Deren Zahl hat sich im letzten Jahr um 1.718 erhöht, das bedeutet sieben neue Mitglieder pro Werktag. Gründe hierfür sind, so Geurden, die Ortsnähe, Sicherheit und Verlässlichkeit der Volksbank mit ihren 348 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, außerdem die gute Qualität bei Beratung und Service.

Vertreterversammlung 2014
Vertreterversammlung 2014

Pressekontakt

Christian Davids - Abteilungsleiter Marketing