Zuverlässig für die Menschen und die Region

Krefeld, 01.10.2014

Mitgliederversammlung der Volksbank/Dietrich Grönemeyer über „Gesundheit und Eigenverantwortung“/Spenden an St. Mariä Himmelfahrt in Bracht und den Uerdinger Heimatbund

„Die Verantwortung für sich selbst ist die Wurzel der Verantwortung für die Region.“ Unter diesem Motto stand die Mitgliederversammlung der Volksbank Krefeld am Mittwoch. Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Michael Gehlen als auch Vorstandsvorsitzender Klaus Geurden im Seidenweberhaus deutlich, dass die Kreditgenossenschaft auch in Zukunft großen Wert auf Verlässlichkeit und Nähe zu ihren Mitgliedern und Kunden legt. Prof. Dr. med. Dietrich Grönemeyer sprach anschließend über „Gesundheit und Eigenverantwortung“. Der Erhalt der katholischen Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt in Brüggen-Bracht und die Arbeit des Uerdinger Heimatbundes standen bei der abschließenden Spendenübergabe im Mittelpunkt: Mit 10.000 Euro unterstützt die Volksbank das große ehrenamtliche Engagement vor Ort.

Vorstandsvorsitzender Geurden stellte der Mitgliederversammlung zunächst die guten Zahlen der jüngeren Vergangenheit vor: „Wir haben aus dem herausfordernden Geschäftsjahr 2013 ein starkes Jahr für unsere Genossenschaftsbank gemacht. Und erfreulicherweise läuft auch das aktuelle Jahr gut für unser Gemeinschaftsunternehmen!“ Auch ging er auf die strategische Ausrichtung „in Zeiten niedriger Zinsen und steigender bürokratischer Anforderungen“ ein. Dabei sei der Spruch, es werde schon alles gutgehen, für die Kreditgenossenschaft keine akzeptable Haltung. „Vielmehr wissen wir: Auch mit einer traditionsreichen und im Markt erfolgreichen Volksbank ist es letztendlich wie mit einem Fahrrad:  Man muss in die Pedale treten, sonst fällt man um. Und man muss wissen, wohin man will – sonst kommt man nicht an.“

Wohin die Volksbank wolle, sehe man aktuell besonders gut bei einem Blick auf die neue Hauptstelle in Krefeld, so Geurden: „Hier bündeln wir in Zukunft einen Großteil der Verwaltungstätigkeiten, damit unsere Berater und Servicemitarbeiter sich in allen 21 Filialen auf das konzentrieren können, was Sie von uns verlangen: persönliche Betreuung, fachliche Kompetenz und langfristige Partnerschaft.“ 95.000 Kunden, davon fast 40.000 Mitglieder, profitierten davon.

Zugleich sei die neue Zentrale ein deutliches Signal dafür, „dass wir weiter Marktanteile gewinnen. Und das tun wir insbesondere auf dem Gebiet des Firmenkundengeschäfts!“ Die auf fast 1,6 Milliarden Euro gestiegene Bilanzsumme zeuge genauso davon wie das Gesamtkundenvolumen, das jetzt 3,3 Milliarden Euro erreicht habe. Ebenfalls freute sich Geurden, dass die Stadt Krefeld als Mieter der bisherigen Hauptstelle an der Friedrichstraße 25 gewonnen wurde: „Damit ist eine lückenlose Gesamtvermietung und Nutzung sichergestellt.“

Beunruhigt zeigte sich Geurden beim Blick auf die aktuelle Politik in Brüssel: „Es ist damit zu rechnen, dass auch wir, die solide aufgestellten deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, in den europäischen Bankenfonds einzahlen müssen.“ Dieser werde für die Abwicklung systemrelevanter Institute eingerichtet, „was aber ganz klar dem Prinzip der verursachergerechten Haftung widerspricht.“ Wenn systemrelevante Banken abgewickelt werden müssten, dann dürften diese Kosten auch nur systemrelevanten Instituten aufgebürdet werden – „und nicht etwa uns, der Volksbank Krefeld, die weit von diesem Status entfernt ist.“

Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer ist Arzt und Bestseller-Autor, viele sehen in ihm den „Hausarzt der Nation“: 1952 in Clausthal-Zillerfeld geboren, wuchs Grönemeyer mit seinen Brüdern Herbert (Sänger und Schauspieler) und Wilhelm (Galerist) in Bochum auf. Der bekannte Mediziner hat eine Vision und sprach von ihr auch vor den Volksbank-Mitgliedern: Er möchte die Medizin verändern, ihr ein neues Gesicht geben. Für ihn sind Homöopathie und Schulmedizin nicht zwei unvereinbare Disziplinen. „Die Schulmedizin ist aus der Naturheilkunde entstanden“, sagt der Radiologe.

Hightech und Naturheilkunde müssen mit liebevoller Medizin verbunden werden, im Mittelpunkt steht der Mensch – das ist eine der zentralen Botschaften des Lehrstuhlinhabers für Radiologie und Mikrotherapie an der Universität Witten/Herdecke. Grönemeyer betrachtet den Menschen – mit Körper, Seele und Geist – wie auch die Menschheit als Einheit. Er spricht sich für Gesundheitsunterricht an Schulen aus, verankert im Stundenplan: „Ich bin für ein tägliches Bewegungsangebot ohne Leistungsdruck – für jedes Kind eine Stunde Schulsport und bewegten Unterricht, täglich. Das wäre ein großer Schritt nach vorn. Gesundheit und Eigenverantwortung sollen Schule machen.“

Mitgliederversammlung 2014
Mitgliederversammlung 2014 - v.l.n.r Klaus Geurden (Vorstandsvorsitzender), Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer und Dr. Michael Gehlen (Aufsichtsratsvorsitzender)

Pressekontakt

Christian Davids - Abteilungsleiter Marketing